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Grußwort zum Jahreswechsel

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr neigt sich dem Ende, der Jahreswechsel steht vor der Tür.

Wir alle freuen uns auf Weihnachten um mit der Familie und mit Freunden ein paar schöne, geruhsame und friedliche Tage verbringen zu können.

Der Jahresausklang lädt aber auch dazu ein, noch einmal zurück - sowie nach vorn zu blicken. Wo stehen wir, was haben wir erreicht, was streben wir an für das neue Jahr?

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich freue mich zum Jahresausklang sagen zu können: Die Gemeinde Jesberg steht gut da. Wir können insgesamt auf ein gutes Jahr und positive Ergebnisse zurückblicken. Diese positive Bilanz haben wir vor allem den Leistungen, der Kompetenz und dem Fleiß der hier arbeitenden und wirkenden Menschen zu verdanken und darüber hinaus ist es aber auf die stabile Konjunkturentwicklung zurückzuführen.

Die guten Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsdaten in unserem Land spiegeln sich auch in unserer Gemeinde. So viele Jesbergerinnen und Jesberger wie schon lange nicht mehr haben einen Arbeitsplatz und die allermeisten Jugendlichen haben nach ihrem Schulabschluss einen Ausbildungsplatz oder auch Studienplatz gefunden.

Wir können uns glücklich schätzen noch viele kleinere Gewerbebetriebe in unserer Gemeinde zu haben. Die Grundversorgung der Menschen vor Ort ist durch das Angebot an Handel-, Handwerks- und Gewerbebetrieben gesichert.

Die gute Infrastrukturversorgung wird durch die ärztlichen Angebote einschließlich Apotheke und Seniorenzentrum komplettiert. All dies soll uns jedoch nicht veranlassen zu denken „es ist alles gut“. Ganz im Gegenteil. Wir alle müssen unseren Beitrag dazu leisten.

Mein Appell an dieser Stelle ist, tragen Sie durch Ihre persönliche Unterstützung dazu bei, dass die Angebote erhalten werden. Unterstützen Sie unsere Gewerbetreibenden sowie den Handel direkt vor Ort. Nur so wird es uns gelingen all das zu erhalten was vor Ort vorhanden ist.

Die Aufgabe der Politik ist es Rahmenbedingungen zu schaffen, welche es ermöglichen den Gewerbe- und Einkaufsstandort Jesberg zu erhalten und auszubauen.

In Zeiten wo der demographische Wandel leider negative Signale setzt und die Einwohnerzahlen nach wie vor leicht rückgängig sind, steigt die Herausforderung. Leider ist in der gesamten ländlichen Region diese Entwicklung feststellbar. Es wird eine der Hauptaufgaben der Politik sein, hier Lösungen zu finden. Diese Lösungen können jedoch nicht auf der Ebene der Gemeinde erreicht werden, sondern die große Politik (Land und Bund) müssen sich mehr um die ländlichen Regionen kümmern und dafür sorgen, dass der ländliche Raum nicht noch mehr ausblutet wie bereits geschehen. Wir brauchen mehr Finanzzuweisungen als bisher. Bund und vor allem das Land müssen andere Prioritäten setzen. Die Gemeinde Jesberg hat in den letzten Jahren sehr viel im Bereich der Familienförderung getan und damit auch ein Signal dafür gesetzt, dass Jesberg als Familienwohnort attraktiv bleibt. Der Ausbau unserer Kindertagesstätte, die Einrichtung einer U3 Gruppe, die Ausdehnung des inhaltlichen und zeitlichen Betreuungsangebotes, sowie die Einrichtung der Schulkindbetreuung sind Beispiele dafür. Die Nachfrage nach Kindergartenplätze für unter dreijährige ist weiterhin steigend und wir kommen nicht umhin hier weitere Betreuungsangebote zu schaffen. Das hierfür benötigte Geld ist sicherlich bestens angelegt und wird sich langfristig immer rechnen.

 

Vieles hat sich im letzten Jahr in unserer Gemeinde ereignet und ich möchte zunächst beispielhaft einige Veranstaltungen nennen.

Die Freiwillige Feuerwehr Jesberg veranstaltet traditionell am Ostersamstag ihr Osterfeuer. Eine schöne Veranstaltung, wobei nicht nur das Feuer den Winter vertreiben soll, sondern viele Mitbürgerinnen und Mitbürger auf das Burggelände zieht, so auch im vergangenen Jahr. Unsere Freiwilligen Feuerwehren haben ihren festen Platz auch im gesellschaftlichen Leben. Die Feuerwehr Jesberg konnte in diesem Jahr ihr 90-jähriges Gründungsjubiläum und darüber hinaus konnte die Jugendfeuerwehr das 50-jährige Jubiläum feiern.

Dank des großen Engagements vieler Aktiver wurde über zwei Tage hinweg ein schönes Jubiläum auf der Bleichwiese begangen. Danke für ein gelungenes Fest.

Schön, dass es in unserer Gemeinde noch eine traditionelle Kirmesveranstaltung gibt. Die Elnröder und Stränger Mädchen und Jungen haben es auch in diesem Jahr wieder verstanden ihre Traditionskirmes durchzuführen.

Mit den Jubiläen aber nicht genug.

Unsere Kindertagesstätte „Hand in Hand“ konnte in diesem Jahr auf ihr 25-jähriges Bestehen in der Schulstraße zurückgreifen. Wie doch die Zeit vergeht.

Verändert hat sich nicht nur das Gebäude in all den Jahren, sondern auch das Außengelände. Es ist alles schöner und größer geworden. Nicht vergessen möchte ich das inhaltliche Angebot, wo unsere gut ausgebildeten Erzieherinnen einen verantwortungsvollen Dienst leisten. Ich danke unseren Mitarbeiterinnen für ihre Arbeit.

Jesberg feierte am 02. +03. Juli sein 775-jähriges Bestehen. Klein und fein sollte diese Veranstaltung werden und es wurde letztlich eine große und schöne Veranstaltung.

Eingeleitet durch einen geschichtlichen Vortrag des Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereines am Samstagabend in der Kellerwaldhalle mit anschließendem gemütlichen Beisammensein. Weiter ging es am Sonntag auf dem Kirchplatz mit vielen Aktivitäten. Diese Veranstaltung war eine sehr gute Werbung für unsere Kerngemeinde

Vielen Dank allen die hier bei der Planung und Durchführung mitgewirkt haben.

 

Das Kinder- und Sommerfest auf unserem Campingplatz ist alljährlich immer wieder ein Highlight. Nicht nur unsere Gäste freuen sich auf diese Veranstaltung, sondern viele Mitbürgerinnen und Mitbürger nutzen diese Gelegenheit um zwei Tage auf dem Campingplatz zu verbringen. Vor allem unsere Jüngsten haben immer wieder große Freude an dem Spielangebot, welches hier vorgehalten wird. Die große Nachfrage nach Campingurlaub/Natururlaub lässt auch in diesem Jahr darauf schließen, dass wir diese Einrichtung unbedingt erhalten und ausbauen müssen. Von unserem Campingplatz geht eine große Kaufkraft aus, zumal in der Ferienzeit mehr als 300 Gäste beheimatet sind.

Endlich können wir auch in diesen Tagen den Erweiterungsbau am Sanitärgebäude in die Nutzung nehmen. Klein, fein und vor allem praktikabel ist diese Einrichtung ein wesentlich verbessertes Angebot für unsere Gäste.

Eine weitere herausragende Veranstaltung war für mich in diesem Jahr das Kreissängerfest, welches der Männergesangsverein Densberg vom 02.- 04.09.16 durchgeführt hat. Der MGV Densberg hat sich hier als ein hervorragender Gastgeber und auch Werbeträger für unsere Gemeinde präsentiert. Viele Gastchöre folgten der Einladung und wir konnten uns an drei Tagen am Chorgesang erfreuen.

Eine solche Großveranstaltung durchzuführen ist eine Herausforderung, welche die Densberger in vorbildlicher Weise gemeistert haben. Nicht nur der MGV war hier gefordert, sondern selbstverständlich haben alle übrigen Densberger Vereine und auch darüber hinaus teilgenommen und mitgeholfen. Lob für diese wunderschöne Veranstaltung.

Als erstes Dorfentwicklungsprojekt wurde in diesem Jahr der Kinderspielplatz in Hundshausen komplett erneuert und durch eine Veranstaltung der öffentlichen Bestimmung übergeben.

Ich danke insbesondere dem Verein Hundshausen bewegt e.V. für sein Engagement und für die neuen Impulse, welcher dieser junge Verein in der Ortsgemeinschaft Hundshausen und darüber hinaus gesetzt hat. Nicht nur die Neugestaltung des Spielplatzes, sondern auch neue Veranstaltungen wie das Apfelfest bestätigen die Initiativen welche man nicht nur loben, sondern auch in Zukunft unterstützen muss.

Zu diesen Veranstaltungen gehört auch die erst vor wenigen Wochen durchgeführte Veranstaltung Hundshausen musiziert, wo in der Hundshäuser Kirche ein vielfältig musikalisches Angebot dargebracht wurde. Jung und Alt waren hier vertreten und begeisterten die Zuhörerinnen und Zuhörer in der vollbesetzen Kirche. Kompliment und Anerkennung für diese Veranstaltung, welche durch den Ortsbeirat, Hundshausen bewegt, Männergesangverein, Burschenschaft und Feuerwehr unterstützt wurde.

Das Kartoffelfest in Reptich ist in den letzten Jahren zu einer schönen Veranstaltung herangereift. Auch in diesem Jahr fanden viele den Weg nach Reptich um diese Veranstaltung zu unterstützen.

Nicht vergessen möchte ich die Veranstaltung der Laienspielgruppe Densberger Frühstücker im Burggraben zu erwähnen, wo in diesem Jahr erstmals der Nachwuchs auf der Bühne stand. Eine Kinderlaienspielgruppe hat sich hier gebildet und erstmals ihr Können einem großen Publikum vorgestellt. Ich bin dankbar für diese Initiative und ich würde mich sehr darüber freuen wenn diese Veranstaltung auch in den kommenden Jahren fortgesetzt wird.

Bitte sehen Sie mir nach, dass ich hier nicht alle Veranstaltungen in unserer Großgemeinde erwähnen kann. Ich danke allen übrigen Vereinen für ihr Engagement für die Durchführung vieler Veranstaltungen und Aktivitäten.

Bewundernswert ist an dieser Stelle immer wieder für mich, dass große Engagement der Verantwortlichen des TSV Jesberg, welche im Bereich des Fußballnachwuchses Großes Leisten und in den verschiedensten Altersklassen viele Kinder und Jugendliche betreuen und fördern. Danke für diese vorbildliche ehrenamtliche Arbeit.

Wenn man also zurückschaut und an Veranstaltungen erinnert, welche in diesem Jahr in unserer Gemeinde durchgeführt wurden, wird deutlich, dass Jesberg eine sehr lebendige Gemeinde ist und das gesellschaftliche Leben gerade durch unsere Vereine besonders belebt und geprägt wird.

Dieses sollte auch in Zukunft so bleiben.

 

Am 06.März 2016 haben die Jesbergerinnen und Jesberger über die politische Ausrichtung der nächsten fünf Jahre entschieden. Mit der Kommunalwahl wurden die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeindevertretung und der Ortsbeiräte gewählt. Neu war in diesem Jahr, dass in sämtlichen Ortsteilen neue Ortsvorsteher gewählt wurden, da alle bisherigen Ortsvorsteher für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung standen. Ich danke den ausgeschiedenen Mandatsträgern für die geleistete Arbeit und wünsche allen neuen Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern viel Erfolg. Möge Ihre Arbeit letztlich zum Wohle der Gemeinde beitragen.

 

Die Gemeinde Jesberg war in diesem Jahr auch wieder in der Lage viele Vorhaben umzusetzen oder auf den Weg zu bringen. Die größte Baustelle, so wie auch in den vergangenen Jahren, war in diesem Jahr die Fortsetzung und letztlich der Abschluss der Kanal-, Wasserleitungs- und Straßenbauarbeiten im Ortsteil Reptich.

Die Baumaßnahme wurde vor wenigen Wochen abgeschlossen und ich kann nunmehr stolz feststellen, dass alle Ortsteile an die öffentliche Kläranlage angeschlossen sind. Die innerörtlichen Kanalleitungen wurden saniert und die Wasserversorgung gesichert und darüber hinaus alsdann der Straßenbau funktionsgerecht abgeschlossen. Reptich hat sich augenscheinlich verändert. Ich danke den Reptichern für ihre Geduld und Bereitschaft viele Hindernisse und Beschwerlichkeiten während der langen Bauzeit in Kauf zu nehmen.

Leider sind wir jedoch mit Blick auf die Großgemeinde im Bereich der Sicherstellung und Sanierung der öffentlichen Ver- und Entsorgungsinfrastruktur noch nicht fertig. Vor allem in den Ortsteilen Densberg, Hundshausen und auch Jesberg müssen noch einige Haltungen komplett saniert werden. Hier gibt es also auch für die Zukunft noch einiges zu tun. Es handelt sich bei diesen Arbeiten um die Erhaltung und Ausbau der wichtigsten Infrastrukturen, welche zur Sicherung der Daseinsvorsorge erforderlich sind.

Nicht vergessen möchte ich, dass wir auch in diesem Jahr unsere Freiwilligen Feuerwehren unterstützen konnten. Die Aufrechterhaltung und Sicherstellung des ehrenamtlichen Feuerwehrwesens ist eine der wichtigsten Aufgaben. Ich danke den Männern und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr für das hervorragende ehrenamtliche Engagement und den vorbildlichen Einsatz.

Die Vielzahl der kleineren Um- und Ausbaumaßnahmen an Gebäuden, Grundstücken und Straßen möchte ich hier im einzelnen nicht erwähnen. Ich stelle zusammenfassend fest, dass alles was in diesem Jahr angepackt wurde zur Sicherung der Daseinsvorsorge und dem Ausbau unserer Gemeinde dient.

Ich hätte mir gewünscht, dass es im Dorferneuerungsprozess-IKEK etwas zügiger vorangegangen wäre. Leider hat sich das Verfahren vor allem durch bürokratische Hürden sehr verzögert. Jüngst konnte der Gemeindevorstand die Umsetzung zur Durchführung der Planungsleistungen für den Um- und Ausbau der Dorfgemeinschaftshäuser in Hundshausen und Reptich an ein Planungsbüro vergeben. Hier geht es also jetzt hoffentlich zügig weiter und wir werden alsdann im Frühjahr erste greifbare Ergebnisse präsentieren können.

Die Sanierung der Kellerwaldhalle, welche über die Förderprogramme des Stadtumbaus und der Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsprogramm geplant ist, schreitet voran. Erste Planungen liegen vor und ich gehe heute davon aus, dass hier im Frühjahr 2017 mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden kann. Die Bürgerbeteiligung im Rahmen des IKEK-Prozesses brachte vor allem ein Ergebnis, unsere Dorfgemeinschaftshäuser zu erhalten.

Es ist allen politisch Verantwortlichen bewusst die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen.

Diese Wunschvorstellungen sehe ich jedoch etwas differenzierter, vor allem bei Betrachtung der echten Nutzungszahlen unserer Häuser.

Nur dann, wenn es zukünftig gelingt wieder mehr Veranstaltungen in unsere Dorfgemeinschaftshäuser zu bringen, nur dann wird es möglich sein diese Häuser in öffentlicher Hand zu belassen. Unterstützen Sie uns in dieser Hinsicht und benutzen Sie unsere öffentlichen Einrichtungen.

Das von mir schon oft angesprochene Thema „Windkraft in unserer Gemeinde“ möchte ich kurz in der Form umschreiben, dass die Windstandorte im Bereich des Prinzesssinnengartens nach wie vor im Regionalplan enthalten sind und wir damit rechnen müssen, dass hier in den nächsten Jahren ein Windpark entsteht. Die Gemeinde hat bekanntlich Widerspruch gegen die Absichten des Landes erhoben. Diesem Widerspruch wurde allerdings nicht Rechnung getragen. Wir hoffen nun, dass wir in dem laufenden Prozess aktiv an dem Verfahren beteiligt werden und letztlich das es beim Bau von einem Windpark bzw. Windkraftanlagen für die Gemeinde eine Wertschöpfung erzielt werden kann.

Nur durch eine angemessene Wertschöpfung kann letztlich die Akzeptanz solcher Anlagen in unserer Gemeinde verbessert werden, da hierdurch wiederum Steuerbelastungen entfallen oder Infrastrukturen geschaffen werden können.

 

Ein weiteres wichtiges Thema war und ist auch in Zukunft die Frage, wie wir unsere Gemeinde Zukunftsgerecht aufstellen und wie wir uns in dem aktuell vom Land geförderten Prozess der interkommunalen Vernetzung und Zusammenarbeit einbringen. Die Gemeinde Jesberg hat sich vor über 10 Jahren in die Arbeit des Zweckverbandes Interkommunale Zusammenarbeit Schwalm-Eder-West aktiv eingebracht. Vieles wurde hier auf den Weg gebracht. Neue Förderinstrumente konnten wir in Anspruch nehmen und darüber hinaus wurde auch die Verwaltungszusammenarbeit gefördert. Erinnern möchte ich hier daran, dass wir schon seit einem Jahr die Aufgaben des Standesamtes abgetreten haben. Diese Aufgaben werden jetzt durch das Standesamt Schwalm-Eder-West in Borken erledigt. Weiterhin haben wir eine gemeinsame Gemeindekasse mit der Gemeinde Neuental eingerichtet und wir planen weitere Schritte. Diese Schritte gilt es sorgsam zu prüfen und letztlich werden wir die Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Prozess einbeziehen. Gesetzliche Veränderungen, ständige Mehrarbeit der Verwaltung durch Aufbürdung neuer Vorschriften führen immer mehr zu einem „Spezialistentum“ und auch dazu, dass insbesondere kleinere Gemeinden mit ihrem vorhandenen Personal an die Grenzen ihrer Leitungsfähigkeit kommen. Diesem Prozess müssen wir uns stellen und ich bin guter Dinge das es hier geeignete Lösungen geben wird.

 

Beschäftigte uns noch im letzten Jahr das Thema der Flüchtlingsproblematik in Europa und in unserem Land, so kann ich heute feststellen, dass es aktuell in unserer Gemeinde ruhig verläuft. Die angekommenen Flüchtlinge werden vor Ort hervorragend betreut und ich möchte vor allem den Helferinnen und Helfern für die Betreuung der Menschen herzlich danken. Auch hier wird vorbildliche ehrenamtliche Arbeit geleistet, welche von besonderer Menschlichkeit geprägt ist. Wir konnten die Flüchtlinge gut unterbringen und Maßnahmen ergreifen, die letztlich dazu beitragen die Integration zu fördern. Doch dieses Thema wird uns auch in den kommenden Jahren noch einiges abverlangen.

Auf die überörtlichen Ereignisse in unserem Land und in unserer Welt möchte ich nicht näher eingehen, da dieses den Rahmen völlig sprengen würde.

Ich teile mit vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Sorgen die sich hiermit verbinden. Manchmal habe ich den Eindruck die Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Krieg, Gewalt und Terroranschläge werfen Fragen auf, wo Antworten fehlen.

Fragen, die auch scheinbar nicht gelöst werden können. Aber eines ist mir persönlich klar:

Wir müssen an unserer freien, demokratischen, an unserer offenen Gesellschaft festhalten und wir dürfen uns von keiner Seite her einschüchtern lassen.

Das Eintreten für unsere Demokratie und die Beachtung und Wahrung der Grundrechte ist unser aller Pflicht.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Sie alle tragen dazu bei, dass unsere Gemeinde Lebens- und Liebenswert ist und Sie helfen mit durch Ihrem Engagement den Zusammenhalt und die Gemeinschaft zu stärken. Deshalb möchte ich allen die sich für unsere schöne Gemeinde einsetzen, sei es in kleinen oder im größeren Rahmen, herzlich danken. Danken möchte ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die sich jeden Tag für die Gemeinde und für Sie einbringen und letztlich einen wichtigen Beitrag zum Wohle unserer Gemeinde leisten.

 

Das kommende Jahr 2017 ist ein Reformationsjahr. 500 Jahre ist es kommenden Herbst her, dass Martin Luther mit seinen Thesen für eine Kirchenreform sorgte, welche letztlich zur Herausbildung der evangelischen Kirche führte. Die Reformation hat die christliche Welt verändert. Sie hatte weitreichende Folgen für unser Land. Ich freue mich auf die hiermit im Zusammenhang stehenden Veranstaltungen der Reformation im kommenden Jahr.

Hinweisen möchte ich schon jetzt auf das Burgfest, welches am 24. +25.Juni 2017 stattfinden wird. Dieses Fest liegt mir persönlich sehr am Herzen und es erfüllt mich auch schon jetzt mit etwas Wehmut, denn es ist das letzte Burgfest welches ich als ihr Bürgermeister mitgestalten kann.

Das kommende Jahr ist auch wieder ein Wahljahr. Im Frühjahr wählen Sie in der Gemeinde einen neuen Bürgermeister und somit meinen Nachfolger. Weiterhin finden im September die Bundestagswahlen statt. Schon jetzt möchte ich an Sie appellieren, Ihr Wahlrecht zu nutzen. Gehen Sie wählen!!!

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

vieles von dem was wir in diesem Jahr erreicht haben geht auf Initiativen und Aktivitäten der Bürgerinnen und Bürger zurück.

Zum Jahresausklang möchte ich allen Jesbergerinnen und Jesbergern, die sich für unsere Gemeinde engagiert haben herzlich danken. Ihr Engagement trägt viel zu einem guten Miteinander in unserer Gemeinde bei.

Danken möchte ich auch allen die an den kommenden Feiertagen in ihrem Beruf oder ehrenamtlich arbeiten und damit die Grundversorgungen aufrechterhalten.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Jesberg ist ein Lebens- und Liebenswerter Ort. Wir haben viele Stärken, wir stehen zusammen, darauf können wir bauen. Und deshalb können wir auch mit Zuversicht in das neue Jahr blicken.

 

Ich wünsche Ihnen, dass die Erwartungen die Sie persönlich mit 2017 verknüpfen in Erfüllung gehen. Schöne Feiertage, einen guten Übergang und ein gutes Jahr 2017.

 

Ihr Bürgermeister

Günter Schlemmer