Freizeit & Tourismus

 Jesberg - das Tor zum Naturpark Kellerwald

Schloßberg

Schloßberg


Das Ortsbild wird vom Schloßberg mit seiner Burgruine bestimmt, die auf die Geschichte Jesbergs hinweist.



Die Burg wurde von dem Geschlecht derer von Linsingen erbaut und bildete im 13. Jahrhundert für die Mainzer Bischöfe ein weiteres Bollwerk im Kampf gegen die Hessen, neben Fritzlar, Naumburg und dem Heiligenberg bei Felsberg.

 täg

Die Burg „Jagsperg“- im Jahre 1241 erstmals urkundlich erwähnt – gab dem Ort seinen Namen.

Sie liegt an der alten Fritzlarer Straße, einer der ältesten Handelsstraßen Hessens.

Sie verband die Wetterau mit dem Raum Fritzlar/ Gudensberg.

 Die vom Zahn der Zeit zernagte Ruine mit Bergfried konnte in den vergangenen Jahren saniert und gesichert werden. Der Schloßberg mit seinem Festplatz und einem neu errichteten Musikpavillon hat sich zu einem reizvollen Anziehungspunkt entwickelt. 


Ebenso befinden sich ein Rundwanderweg, ein Parkplatz und Sanitäranlagen auf dem Gelände. Der Bergfried ist über eine Turmtreppe zu erreichen. Oben angekommen erstreckt sich ein weiter Blick über den Kellerwald, das Gilsatal und den Löwensteiner Grund.

Die Burg ist von April bis Oktober täglich von 09:00 - 20:00 Uhr geöffnet und kann besichtigt werden.


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Die Sage vom Burgfräulein

Auf dem Schloßberg in Jesberg stehen die Überreste der Burg des ehemaligen Rittergeschlechts derer von Linsingen. Wie viele der Ruinen im Hessenlande hat auch sie ihre Sage. Wir wollen Sie euch erzählen:

Vor langer Zeit lebte einst ein Ritter mit seiner Frau und seiner Tochter auf ihrer Burg hoch oben über Jesberg. Das Ritterfräulein hieß Lulu. Der Burgherr verwöhnte seine Tochter über alle Maßen. Er erfüllte ihr jeden Wunsch.

Eines Tages nun wollte Lulu, dass an ihr Turmzimmer ein Balkon angebaut werde, damit sie die schöne Aussicht über das Gilsa- und Treisbachtal zum Kellerwald hin besser genießen könne. Schon am nächsten Tag ließ der Vater einen Baumeister kommen. Doch dieser erklärte nach Besichtigung der Burganlage, daß das Mauerwerk des Turmes für den Anbau eines Balkons nicht geeignet wäre.

Als Lulu erfuhr, dass ihr diesmal ein Wunsch abgeschlagen werden müsste, geriet sie in maßlosen Zorn; sie sann auf Rache. Heimlich spannte sie ein Seil über die Wendeltreppe,  die zum Zimmer des Baumeisters führte. Als dieser am nächsten Morgen sein Zimmer verließ, um wieder heimzureisen, stürzte er so unglücklich über das Seil, daß er sich das Genick brach und zu Tode kam. Auf diesen Augenblick hatte Lulu gewartet; geschickt entfernte sie das Seil. Als man den Baumeister tot auffand, glaubte jeder, es wäre ein Unfall gewesen.

Doch seit diesem Geschehen hatte sich das Wesen des Burgfräuleins verändert. Es fand keine Ruhe mehr. Rastlos wanderte es durch die Räume der Burg, bis es eines Tages sehr krank wurde. Niemand, auch kein Arzt, konnte ihm mehr helfen. Vier Wochen nach dem Tod des Baumeisters verstarb das Ritterfräulein Lulu. Man begrub es im Park der Burg.

Auch im Sarge soll es keine Ruhe gefunden haben. Späte Heimkehrer meinten das Burgfräulein nachts gesehen zu haben. Laut klagend schwebte es wie ein weißer Schleier um die Burgmauern herum.

Ob es nicht doch der ruhelose Geist des Burgfräuleins gewesen ist? Bist Du ihm schon einmal begegnet? Glaubst du es nicht? Dann gehe einmal zur Geisterstunde nach Mitternacht zu den Ruinen auf die Jesberger Burg!

Erdacht und erzählt von den Schüler einer 5. Klasse der Kellerwaldschule Jesberg
Quelle: „Geschichten aus dem Kellerwald“ von Hannelore Dröge und Klaus Kupetz, 2. Ausgabe Mai 1999
Und „Geschichten aus dem Kellerwald“ von Hannelore Dröge, 1. Ausgabe Mai 1988