Die Anfang des 13. Jahrhunderts vom Adelsgeschlecht der Linsinger erbaute Burg Jesberg wurde 1241 von ihnen an das Erzbistum Mainz verkauft und als Mainzer Lehen zurückgenommen und war von da an – neben Naumburg, Fritzlar und dem Heiligenberg bei Felsberg – einer der Hauptstützpunkte in Nordhessen für die Mainzer Erzbischöfe in deren Auseinandersetzungen mit den Landgrafen von Hessen.
Das Barockschlösschen in Jesberg ließ Maximilian von Hessen, ein Sohn des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Treisbachgrund bauen. Er hatte von seinem Vater im Jahre 1723 die Herrschaft Jesberg, einschließlich des Hofguts Richerode und des Dorfs Hundshausen, zugewiesen bekommen, nachdem die Herren von Linsingen im Jahre 1721 mit Ludwig Eitel im Mannesstamm ausgestorben waren und die Herrschaft Jesberg somit an den Landgrafen heimgefallen war.
Zwischen 1723 und 1753 entstand zudem, auf Wunsch von Maximilians vier das Säuglingsalter überlebenden Töchtern, der Prinzessinnengarten südöstlich von Jesberg im heutigen Staatsforst Jesberg. Während der Zeit des Napoleonischen Königreichs Westphalen (1807-1813) war Jesberg Hauptort des Kantons Jesberg und Sitz des Friedensgerichts. Am 1. September 1968 schloss sich Reptich der, bis dahin nur aus dem Kernort Jesberg und dem gut 2 km nordwestlich gelegenen Gut Brünchenhain bestehenden Gemeinde Jesberg, an. Am 31. Dezember 1971 folgte die vorher eigenständige Gemeinde Elnrode-Strang, und am 1. Januar 1974 erhielt die Gemeinde Jesberg durch die Eingemeindung von Densberg und Hundshausen ihre heutige Form.